Verboten und verwirrt zum Himmel
Erstellt von Momomuck am Freitag 14. Mai 2010
Ein paar Stündchen Zeit, die Sonne lacht – also das Rad aus dem Stall holen und ein wenig radeln, aber wohin? Für eine neue längere Strecke reicht die Zeit nicht, die „alten“ Wege schon tausend mal gefahren. Aber halt, hat Uwe nicht gesagt, man könnte am Wochenende die gesperrte Strecke am Deich fahren? Der Gedanke setzte sich sofort in meinem Kopf fest, da will ich hin, das will ich probieren.
So startete ich meine Tour erst einmal über Dinslaken, radelte gemütlich durch die Lohberger Zechensiedlung und machte mich auf den Weg nach Bruckhausen. Ach, wenn ich schon einmal hier bin, dann nehme ich doch noch gleich die Bodenwelle nach Hünxe mit. Weiter führte mich der Weg am Wesel-Datteln-Kanal bis nach Friedrichsfeld zur Schleuse (kleines Päusken muß sein). Weiter am Rhein entlang ging es über Spellen nach Mehrum. Zwischen Mehrum und Götterwickerhamm wird der Deich erneuert. Der Deich ist nicht befahrbar, die Hauptstrasse ist gesperrt, Autos und Radfahrer werden über getrennt Umleitungen geschickt. Die Umleitung für Radfahrer führt über schöne asphaltierte Feldwege auf denen kaum Autos fahren. Die Umleitung für Autos ist ein wenig schmal geraten, bei Gegenverkehr wird es extrem eng, besonders wenn sich PKW und Busse oder LKW begegnen … aber, das ist nicht mein Problem.
Sobald man Mehrum verläßt kann man schon von weitem den Schilderwald erkennen, der Umleitungen, Sperrungen usw. ankündigt. Schließlich erreicht man einen Punkt, an dem die Strasse komplett gesperrt ist … aber wo eine Böschung ist, da gibt es einen Weg … und Schwupps befand ich mich im Sperrgebiet.
War die Strasse anfangs noch sauber um kaum Baustellen Atmosphäre zu spüren änderte sich das nach wenigen hundert Metern:
Hier wird wohl noch einige Meter geschafft werden müssen, bis der Deich wieder für Radfahrer nutzbar ist. Hoffentlich wird dem Deich eine schöne glatte Asphaltdecke spendiert und nicht wieder eine Schickt aus gröbstem reifenmordendem Schotter.
Nachdem ich die Baustelle verlassen hatte (wieder über eine Böschung an der Absperrung vorbeigemogelt), wollte ich der Niederrhein Route folgen … aber was ist das? Ein neues Schild … und nun?
Wenn ich schon die Baustellenabsperrung ignoriert habe, dann kann ich sicherlich auch dieses Schild ignorieren … wie soll ich sonst der Niederrhein Route folgen? Über ein paar Nebenstrassen gelangte ich dann nach Götterwickerhamm. An der Kirche wurde im letzten Winter eine „Himmelsleiter“ angebracht, die nachts beleuchtet ist (sein soll). Hinaufsteigen möchte ich dort nicht … ist ja kein Verbotsschild dran … aber das sieht mir doch zu abenteuerlich aus.
So ist aus meiner Radtour doch ein schöner Ausflug geworden. Der Tipp von Uwe war gut, Danke
Liebe Grüsse
Wolfgang



Donnerstag 27. Mai 2010 um 13:24