Erstellt von admin am 22. Juli 2010
Seit über 5600 Kilometern sitze ich nun auf diesem Bock … und dürfte die Kurbeln bisher mit etwa 1.000.000 Umdrehungen belastet haben. Ebenso oft haben sich auch die Räder gedreht.

Veränderungen bisher:
Sattel: den Terry Riviera habe ich gegen einen Brooks B17 getauscht. Empfand ich den Terry Riviera anfangs als sehr komfortabel, habe ich feststellen müssen, das der Sattel eher für aufrechtes Fahren geeignet ist. Da ich mittlerweile zu 90% mit einer Sattelüberhöhung von etwa 4 cm fahre passt der Sattel nicht mehr zu meiner Körperhaltung.
Sattelstütze: Die gefederte Suntour SP8-NCXhat klaglos ihren Dienst getan, allerdings bekam ich irgendwann Schmerzen im Bereich des linken Knies (hinten links) und mir fehlte immer noch ca. 1 cm Offset. Nach Austausch der Suntour Sattelstützegegen eine Xtreme Pro Speed Tube AL waren die Schmerzen sofort weg und die Sitzposition optimal … nun versuche ich nicht mehr nach hinten zu rutschen. Anfangs machte ich mir Sorgen, das die Alu Stütze mit dem Offset von 29,5 mm und dem nach hinten gestellten Sattel brechen würde … aber diese Sorgen scheinen unbegründet, obwohl die Stütze ein wenig federt.
Vorbau: den ursprünglichen Vorbau mit 100mm Länge habe ich durch das gleiche Modell mit 60mm Länge ersetzt. Die Verspannungen in Oberarmen und Rücken sind nun stark zurück gegangen.
Gepäckträger: Da ich hin und wieder mit meinen Hacken an die Packtaschen gekommen bin habe ich die Tubus Fußverlängerung montiert. Problem beseitigt.
Wartung und Verschleiß:
Waren anfangs hin und wieder Schrauben nachzuziehen, so hat sich das Thema mittlerweile erledigt. Den Steuersatz hatte ich zu Anfang eingestellt, bis jetzt musste die Einstellung nicht korrigiert werden.
Kette: Die ursprünglich montierte Kette hing nach 2500 Kilometern ziemlich stark durch, nach 3600 Kilometern habe ich sie getauscht, da kein Platz mehr war die Kette weiter zu spannen. Die neue KMC Kette zeigt nun nach 2200 Kilometern auch wieder einen deutlichen Verschleiß. Ich habe das Gefühl, das Ketten früher länger hielten.
Pedale: Die Gummiauflagen der Pedale waren recht schnell abgenutzt und bei Fahrten im Regen bin ich öfter abgerutscht. Ersetzt wurden die Pedale durch ein Paar Litech Pedalsatz MTB/ATB Comp. Sicherlich nicht die beste Wahl, aber sie waren preiswert und erfüllen ihren Zweck.
Rohloff: Den Ölwechsel habe ich nach 5000 Kilometern selber durchgeführt. Spülöl rein, 15 Kilometer gefahren, alles Öl abgelassen, neues Öl eingefüllt. Das Altöl war richtig schwarz …
Mir persönlich ist der Ölwechsel zu umständlich, zumal ich finde, das es ziemlich fummelig ist zwischen den Speichen die Schraube zu erreichen … und mit dem entsprechenden Drehmoment wieder anzuziehen.
Da die Spritze zum einfüllen des Öls einen Riss hatte (habe ich zu spät bemerkt), durfte ich feststellen, wie sich ein Ölfilm auf der Scheibenbremse auswirkt. Ungeplant durfte ich dadurch auch noch die Beläge (die kaum Verschleiß hatten) ersetzten.
Reifen: Die Marathon XR zeigen bisher kaum Verschleiß, Pannen gab es bisher keine.
Sonstiges: Hin und wieder mal das Rad ein wenig geputzt und den Luftdruck kontrolliert
Fazit:
Ein stabiles, sehr belastbares Rad, das mir mittlerweile eine Menge Spaß macht. Eine klare Empfehlung für alle, denen die MTB Geometrie passt. Den nächsten Bericht gibt es, wenn die 10.000 Kilometer erreicht sind.
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Erstellt von Momomuck am 22. Dezember 2009
Das ist Lisa, mein erstes Rad … obwohl, Lisa gehört meiner Tochter, ich darf es fahren. Lisa ist ein Gazelle Hollandrad mit einer 5-Gang Nabenschaltung. Die vordere Trommelbremse und die Rücktrittbremse der Nabenschaltung schaffen es oft nur mit Mühe das Rad zum Stehen zu bringen. Mittlerweile hat Lisa ca. 25.000 Kilometer auf dem Buckel, davon bin ich innerhalb von 16 Monaten über 10.000 Kilometer gefahren – bei Sonne und Regen, bei Wind und Schnee.
Es war für Lisa nicht immer leicht, schließlich wiege ich einige Kilo zu viel und die von mir gefahrenen Touren und Geschwindigkeiten waren für dieses Rad eher nicht geplant. Obwohl so manche Bordsteinkante, etliche tiefe Schlaglöcher und auch schon einmal ein Kantholz im Wege waren, hat Lisa das alles ohne Klagen weg gesteckt. Nun, da ich an die Grenzen dessen gekommen bin, was ich mit Lisa erreichen kann, habe ich mir ein neues Rad bestellt. Ich werde bald darüber berichten.

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Erstellt von admin am 21. Dezember 2009
un ist schon fast ein Jahr vergangen und ich suche immer noch nach meinem zukünftigen Rad. Ohne die vielen, vielen Stunden, die ich mit dem Studium der Erfahrungsberichte, Meinungen von „Laien“ und „Experten“ sowie Kommentare in Foren gemacht habe, hätte ich mir sicherlich schon längst ein neues Rad gekauft und wäre damit mittlerweile sicherlich unzufrieden.
Die Probefahrten auf möglichen, in Frage kommenden, Rädern sowie meine eigenen Erfahrungen (über das Radfahren und über mich) haben in meinem Kopf und auch auf dem Papier mein „Traumrad“ entstehen lassen.
- Rahmen 26“ (Alu oder Stahl ist mir mittlerweile egal)
- Reifen mindestens 50×559 (alles unter 50 ist vom Komfort nicht akzeptabel)
- Keine Federgabel (eine wirklich gute würde mein Budget überfordern)
- Schaltung mindestens LX/SLX oder 8-Gang Nabe (keine Rohloff, das würde mein Budget überfordern), 3×9 wäre auch akzeptabel
- Gewicht unter 15 Kg
- Schutzbleche (aber richtige, z.B.: SKS P65, nicht so ein kurzes Ansteckzeugs)
- Gepäckträger Tubus LOCC, Cosmo oder Logo
- Beleuchtung mindestens Seitenläufer oder Shimano 72 aufwärts
- Hydraulische Scheibenbremsen
- Händler in der Nähe (kein Versandhändler, Probefahrt unbedingt erforderlich)
- max. 1350 € und das täte schon sehr weh (denn ein Brooks und Ortliebs wollen auch noch angeschafft werden)
26er Räder, die alle Kriterien erfüllen (Utopia, Patria, Velotraum,TAZ, usw.) liegen in einer Preisklasse, die ich mir nicht leisten kann und auch nicht will.
26er Räder, die meine Preisvorstellung erfüllen (VSF, Velo de Ville, MaxCycles, Rose, usw.) sind nicht mit Scheibenbremsen zu bekommen.
28er Räder mit mindestens 50×622 und Scheibenbremsen liegen leider ebenfalls außerhalb meiner Finanzen
Gudereit SX-75 oder SX-90 wären akzeptable Räder, sie passen vom Budget recht gut, haben die richtige Ausstattung oder der Händler würde sie umbauen, passen von der Geometrie, lassen sich schon ordentlich fahren, sind aber leider 28er Räder und mir viel zu hart … und Federsattelstützen haben mich bisher nicht überzeugen können, da hoppelt man zu sehr auf dem Rad …
Ich verzweifle langsam, denn ich habe keine Lust noch länger auf meinem Tonnen schweren Rad zu fahren … und selber bauen – no way.
Habe ich einen Hersteller übersehen, der ein Rad anbietet, das meinen Vorstellungen entspricht oder muss ich tatsächlich einen Kompromiss eingehen?
Wäre ein 26er MTB oder ATB eine Alternative? Gibt es Hersteller, bei denen Beleuchtung, Gepäckträger und (richtige) Schutzbleche anzubauen sind?
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Erstellt von admin am 20. Dezember 2009
Ich möchte euch heute Hermann vorstellen. Hermann ist der Nachfolger von Lisa und soll mich in den nächsten Jahre treu begleiten.
Die Geburtsstätte von Hermann ist
Biketown, eine Radschmiede in Bocholt. Hermann gehört zur Gattung der Reiseräder und entstammt dem Clan Red Bull, genauer gesagt der Familie
Activa, den Nachfahren von Werks Major und Globe Major.

Hermann’s DNA ist Genmanipuliert:
Mavic MTB EX729 Felgen
Schwalbe Marathon XR 50×559 Reifen
Son Nabendynamo
Magura Louise Bat Scheibenbremsen 180 mm
Ergon GC3 Griffe
Terry Riviera ClimaVent Sattel
Xtreme VP191 Pedale
Hebie Chainglider
RACE Face Vorbau Evolve XC
Speedlifter
Channon Hardcore Sattelstütze





Weitere Bilder findet ihr hier im Album.
Die bisher beste Frage eines Radlers, nachdem er sich mein Rad intensiv betrachtet hat: “Warum hast Du Dir denn ein Kinderrad gekauft?”
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