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Mein Garmin

Erstellt von admin am 7. Juli 2009

Bisher war ich überzeugter Nutzer der Run.GPS Software. Das hat sich im Prinzip auch nicht geändert, denn ich kenne keine Software, die so günstig und dabei nahezu perfekt ist.
Der Schwachpunkt liegt allerdings in der Hardware (Handy, PDA …), die nichts mit Run.GPS zu tun hat. Kurze Akku Laufzeiten, Displays, die bei hellem Licht nicht zu erkennen sind, mangelnde Wetterfestigkeit und fehlende Halterungen für den Fahrradbetrieb.

Da meine Touren länger werden und ich immer öfter in Gegenden vorstoße, in denen ich mich nicht auskenne habe ich den Entschluss gefasst mir ein Outdoor Navigationssystem mit Kartendarstellung zuzulegen. Folgende Kriterien waren zu erfüllen:

- Lange Laufzeit (> 14 Stunden)
- Keine spezial Akkus, sondern die Möglichkeit das Gerät auch mit Batterien der AA oder AAA Serie zu betrieben
- Ein Display, das auch bei extrem hellen Sonnenlicht während der Fahrt gut lesbar ist
- Wasserdicht, auch bei sehr starkem Regen
- Verwendung von OSM Karten
- Hochempfindlicher GPS Empfänger

Nach Studium diverser Tests, Foren und den Seiten der Anbieter sowie langen Gesprächen mit Nutzern der verschiedenen Geräte und einem Vergleich der Geräte bei hellem Sonnenschein habe ich mich für das Garmin GPSMap® 60CSx entschieden. Es trifft nicht jedermanns Geschmack, aber das ist mir egal, denn dieses Gerät ist für mich.

Bestellung und Lieferung

Im Moment sind die Geräte zu sehr günstigen Preisen zu bekommen. Gekauft habe ich das Gerät mit Fahrradhalterung und 4 GB SD Karte für 250 € bei Amazon. Ich kaufe gerne bei Amazon, weil dort keine zusätzlichen Versankosten entstehen, die Ware sehr zügig ausgeliefert wird und im Garantiefall ein sehr gut funktionierendes Abwicklungssystem bereitsteht.

3 Tage nach der Bestellung hielt ich den Karton von Amazon in den Händen. Die Lieferung war ausreichend verpackt und vollständig.

Zum Lieferumfang des Garmin GPSMap® 60CSx gehörte das Gerät selber, eine Trageschlaufe, ein Gürtel Clip, ein USB Kabel und die Garmin MapSource (Trip- und Waypoint Manager) CD, eine Bedienungsanleitung sowie Kurzanleitung in deutscher! und englischer Sprache, eine rudimentäre Basis Karte sowie eine 256 MB SD Karte. Die SD Karte könnte sich Garmin sparen, dachte ich anfangs, denn da passen keine Karten rauf, allerdings gibt es dennoch eine sinnvolle Verwendung … dazu aber später.
Batterien waren nicht dabei, das war mir aber bekannt und ist auch kein Nachteil, da ich Akkus benutze.

Die Fahrrad Halterung

Die mitgelieferte Fahrradhalterung mach einen sehr stabilen Eindruck, lässt sich bequem an Lenkern von 22-32 mm montieren, das Gerät wir gut und sicher gehalten. An einer Bodenwelle hat es mich aus dem Sattel gehoben, das Garmin hat es absolut nicht gestört … auch wenn ich es nicht probiert habe, ich halte diese Fahrradhalterung für durchaus Gelände tauglich.
Zur Sicherheit empfehle ich die Trageschlaufe über den Lenker zu ziehen, damit im Falle eines Falles (Gerät nicht in der Halterung eingerastet) das Gerät nicht auf dem Boden aufschlägt sondern am Lenker hängen bleibt.

Garmin GPSMap® 60CSx

Zugegeben, wenn man das etwas „altbacken“ aussehende Gerät auf Bildern sieht oder das erste Mal in der Hand hält macht man sich seine Gedanken ob dieses Gerät wirklich auf dem aktuellen Stand der Technik ist oder im Inneren eine doch veraltete Technik werkelt … vorab gesagt – dieses Gerät steht moderner aussehenden Geräten in nichts nach, ganz im Gegenteil – modernste Technologie tut hier ihren Dienst.

Verbaut ist in meinem Gerät der SIRF III GPS Chipsatz, zu erkennen an der GPS Firmware Version 3.0s. Die Geräte sollen angeblich auch mit MTK Chipsatz ausgeliefert, die aktuelle GPS Firmware ist dann 2.0m.

Das Gerät wirkt sehr wertig, liegt gut in der Hand und hat keine scharfen Kanten. Nimmt man das Gerät in die rechte Hand, so lassen sich alle Tasten gut mit dem Daumen erreichen. Der Druckpunkt der Tasten ist gut … ob sich das Gerät mit Handschuhen gut bedienen lässt kann ich erst nach dem Winter beurteilen.

Batterien oder Akkus und die Speicherkarte (befindet sich unter den Batterien mit einer Befestigung, die denen von SIM Karten aus Handys ähnelt), falls die mitgelieferte nicht genutzt werden soll, einlegen und das Gerät einschalten.
Nach dem ersten Einschalten dauert es einen Moment, bis ausreichend Satelliten gefunden sind. Danach den Kompass und die Höhe kalibrieren, dann ist die Grundeinstellung erledigt.
Die Höhe kann nach bekannter Höhe, nach Barometer oder nach GPS kalibriert werden. Ich habe die Höhe des Ortes in den ich wohne aus dem Internet recherchiert und mit dem barometrischen sowie GPS Werten verglichen, da es keine Abweichung gab habe ich die bekannte Höhe eingegeben.

Im Hauptmenü unter dem Punkt Einstellungen – Begrüßung lässt sich eine Nachricht hinterlegen, die beim Einschalten des Gerätes angezeigt wird. Ich habe hier meinen Namen, meine E-Mail Adresse und meine Telefon Nummer hinterlegt. Falls ich das Gerät verlieren sollte oder irgendwo liegen lasse (was hoffentlich niemals passiert), so hat der ehrliche Finder die Möglichkeit mich zu erreichen.
Damit komme ich auch zu dem ersten Nachteil des Gerätes … es lässt sich nicht durch unbefugte Benutzung mit einem Passwort sichern. Schön wäre es, wenn der Start des Gerätes nach der Begrüßung stoppt und der Benutzer zur Eingabe eines Passwortes aufgefordert würde.

Ich werde hier nicht weiter auf die Bedienung und Individualisierung des Gerätes eingehen, dafür gibt es die Bedienungsanleitung … die ich bisher nicht gelesen habe, das Gerät lässt sich intuitiv bedienen. Den Bogen mit den Tasten Menü, Quit und Enter hat man schnell heraus, die versteckten Menüs findet man auch nach kurzer Zeit.

Auf dem Rad, in die Halterung eingesetzt, lassen sich die Tasten sehr gut bedienen, auch während der Fahrt, da das Gerät fest sitzt und die Tasten einen guten Druckpunkt haben.

Nun zum Display … bisher kannte ich Geräte, bei denen ich mit zunehmender Helligkeit die Beleuchtung einschalten musste um etwas zu sehen. Bei dem 60CSx ist es genau umgekehrt … je heller es ist, desto besser lässt sich das Display ablesen. Meine Bewertung – Spitzenklasse – auch wenn die Auflösung nicht so hoch ist … oder gerade weil die Auflösung nicht so hoch ist, werden die Karten und die Beschriftung ideal dargestellt. Ein direkter Vergleich mit höher auflösenden Geräten des Herstellers zeigte mir eine gefühlt bessere Lesbarkeit des 60 CSx Displays.

Hier ein Bild bei dedecktem Himmel, ohne Hintergrund Beleuchtung (bei Sonnenschein ist das Display noch heller)

Radwandertag-3

Der GPS Empfang ist sehr gut. An Stellen, an denen ich sonst keinen oder sehr schlechten GPS Empfang hatte (mit MTK Chipsatz) empfange ich nun mindestens 4 Satteliten. Bisher habe ich über 20 Touren mit jeweils 60-120 Kilometer Länge in unterschiedlichen Gegenden gefahren – Wald, Wasser, Industrie, Häuserschluchten, usw. – und kann nichts negatives Berichten. Der GPS Empfang war jederzeit ausreichend, es gab keine nennenswerten Abweichungen zwischen der gefahrenen Strecke, der installierten Karte und der Wirklichkeit.

Die Laufzeit mit den Akkus (NiMH) konnte ich bisher nicht ausloten … nach 14 Stunden Betrieb (Routing mit automatischer Neuberechnung und Tracking ohne Beleuchtung) werden die Akkus (2600 mA, keine Eneloops) mit der Balkenanzeige noch zu ca. 25 % voll angezeigt. Beste Erfahrungen habe ich auch mit den in den IXON IQ von Busch&Müller verbauten 2100er Akkus gemacht. Auch hier scheint die Laufzeit extrem hoch zu sein … meine Erwartungen werden jedenfalls erfüllt. Übrigens, wenn man den elektronischen Kompass abschaltet erhöht sich die Laufzeit der Akkus.

Nachtrag: Laufzeit mit abgeschaltetem Kompass und ohne Beleuchtung über 20 Stunden. Als vom Gerät der Hinweis kam, das die Akkulaufzeit zu Ende geht, konnte ich noch über 90 Minuen fahren, danach habe ich die Akkus wieder geladen.

Fazit bisher: Ich möchte mein Garmin GPSMap® 60CSx nicht wieder hergeben

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