Mit dem Fahrrad unterwegs

Vom Nordkap nach Kapstadt

Willkommen!

Erstellt von admin am Samstag 29. August 2009

Der Internet Auftritt  “Vom Nordkap nach Kapstadt – mit dem Fahrrad von Nord nach Süd” ist Online gegangen. Derzeit wird noch an Layout und Inhalt gearbeitet.

Ich werde Euch hier meine Geschichte erzählen, wie ich zum Radfahren gekommen bin, welche Gedanken ich mir mache, was ich erlebe … und von meinen großen Träumen.

Viel Spass beim Lesen und kommt öfter mal vorbei.

Liebe Grüsse

Wolfgang

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Wie alles begann …

Erstellt von Momomuck am Donnerstag 27. August 2009

Ich bin älter geworden und meine bessere Hälfte gab mir zu erkennen, das es nicht Naturgegeben sei, das ich automatisch jedes Jahr 2 Kilo zunehme, sondern das es daran liegt, das ich zu viel esse (vor allem Süßigkeiten) und ich mich nicht bewege …
zugegeben, beruflich bin ich vorwiegend ein Schreibtischtäter und meine Bewegung ist der Gang zur Kaffeemaschine, zur Raucherecke und einmal in der Woche ca. 3 Km Rasen mähen (aber zum Glück nur ca. 30 Wochen im Jahr). Hin und wieder, nach massivem Drängen mal einen Spaziergang mit meiner Regierung, aber der wurde dann zumindest auch durch ein leckeres Eis vom Besten Italiener der Welt (zumindest unserer kleinen überschaubaren Welt) gekrönt.
Mit meinem Motto „No Sports“ habe ich bis jetzt recht gut gelebt, ich fühle mich dabei wohl und es tut mir nichts weh, so sollte es auch bleiben, bis …

… ich irgendwann dem Druck nachgegeben habe und die Einsicht kam, das es nicht schaden könnte ein paar Kilo abzunehmen, nachdem es mittlerweile stolze 102 Kg geworden sind.

Walking – habe ich keine Schuhe und keine Stöcke für. Joggen – auch keine Schuhe und zu wenig Luft in den Lungen, soll ja auch nicht so gesund sein. Handball, Fußball, Basketball usw. – ich bräuchte eine Ausrüstung und müsste auch in einen Verein gehen, regelmäßige feste Termine passen aber nicht zu meinem Arbeitsalltag. Golf und Tennis mag ich nicht, Schwimmen konnte ich schon als Kind nicht leiden, was gibt es denn sonst noch – ich musste mein Gehirn anstrengen und nachdenken.

Als ich wieder einmal darüber geärgert habe, das die Fahrräder in der Garage im Weg standen hatte ich die Idee – Radfahren, das wäre doch etwas – wenn ich nicht zu schnell und zu weit fahre, dann ist es bestimmt nicht anstrengend, ich tue etwas für meine Gesundheit, nehme dabei ab und bin an der frischen Luft … außerdem habe ich ja alles was ich dafür benötige, zumindest ein Fahrrad, das ich mir von meiner Tochter leihen kann. Ja, die Idee ist gut, ich sehe ja immer wieder Menschen, die gemütlich auf ihrem Rad fahren und dabei auch nicht schwitzen … die Idee ist gut, ich werde mit dem Radfahren beginnen, ab heute bin ich ein Sportler, ab heute gehöre ich dazu – in Gedanken sah ich schon die Pfunde purzeln und fühlte mich zu diesem Zeitpunkt sehr, sehr gut …

… bis zu meinem ersten Ausritt. Davon aber später, ich dreh jetzt erst mal wieder eine Runde.

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Ruhrpott – Kulturhauptstadt 2010

Erstellt von Momomuck am Donnerstag 26. August 2010

Ursprünglich sollte es die Tour zu den Atollen im Baldeneysee werden. Leider konnte an diesem Tag nicht jeder vom “AnnePommesTreffer” Kernteam dabei sein, so beschlossen wir eine Tour durch die Kulturhauptstadt 2010, das Ruhrgebiet, zu unternehmen. Als Ziele wurden die Kultur auf der Emscherinsel, der Nordsternpark in Gelsenkirchen, die Zeche Zollverein als Weltkulturerbe sowie der Landschaftspark Nord in Duisburg ausgewählt. Die Länge der halbwegs geplanten Rundtour sollte 80 Kilometer betragen und zusätzlich am Tetrader, der Halde Haniel und dem Rotbachsee entlang führen.

Die Schwierigkeiten begannen bereits damit, einen geeigneten Treffpunkt zu finden … Paule schlug vor, sich dort zu treffen, wo wir uns zufällig bei der A40 Tour getroffen haben … ja, ich wusste, wo wir uns getroffen haben, aber nicht, wie ich dort hingekommen bin … ich hatte nur eine grobe Erinnerungsahnung. Nach einigen Diskussionen über “gelbe Brücke”, “Bank 600 Meter weiter”, “da wo sich Ruhr und Kanal treffen” … ist es uns (Olli, Paule, Uwe und ich) gelungen pünktlich um 10:00 Uhr am Treffpunkt zu erscheinen.

Da, wo sich Ruhr und Kanal treffen …

Wie üblich wurde erst einmal der Tag bei einer Kippe bequatscht … dabei vergaßen wir fast, das wir uns unterwegs mit Ulli treffen wollten … er wollte uns ein Stück entgegen fahren … also schnell auf die Räder Richtung Oberhausen, damit uns Ulli nicht noch am Startplatz beim Quatschen erwischt. In zügigem Tempo ging es am Rhein-Herne-Kanal entlang bis wir Ulli am RWO Stadion trafen … er hate schon daran gedacht uns am Treffpunkt abzuholen .
Nach kurzer, herzlicher Begrüßung besprachen wir den Verlauf der Tour und machten uns auf den Weg, die Kulturschätze der Emscherinsel zu erkunden … Betonröhren als Hotel, “warten auf den Fluß“, hängende Klo’s … nee, nee … ich weiß nicht … ich habe wohl nicht das richtige Kunstverständnis, deshalb habe ich auch keine Bilder gemacht.

Der Radweg auf der Emscherinsel lässt sich gut fahren, die Zeit vergeht im Fluge und wenige Kilometer später erreichten wir nach dem Überqueren einer Brücke mit steilen Rampen (nichts für Singlespeeder, da kein Anlauf genommen werden kann) die Zeche Zollverein.

Kokerei Zeche Zollverein

Das warme Wetter, die Erinnerung an das Foto von Paules Rad im Wasser und mein Übermut bescherten mir nasse Schuhe und Füße … ich habe mich spontan entschlossen meinen kulturellen Beitrag zur Kulturhauptstadt.2010 zu leisten und bin mit dem Fahrrad, nach anfänglichen Schwierigkeiten, ein wenig durch das Wasser geradelt …

Ja, war leichtsinnig … der Boden war ziemlich glitschig und die Steine sowie der Schrott verhinderten ein zügiges vorankommen … aber schön war es doch . Über eine neu gebaute Radautobahn (ehemalige Bahntrasse) … sehr breit, gut asphaltiert und schnell zu fahren erreichten wir unser nächstes Ziel, den Nordsternpark in Gelsenkirchen. Landschaftlich sehr schön angelegt, sicherlich ein Ausflugsort zum abschalten … aber für uns heute nicht so sehr interessant (daher auch keine Fotos).
Wir setzten nun unsere Tour über schöne Radwege Richtung Tetraeder in Bottrop fort.

Irgendwie wollte aber die geplante Tour nicht mehr mit den Wegen übereinstimmen, mehr und mehr ging es nun durch die Stadt mit vielen Stillständen an Kreuzungen …

… oder zur neuen Orientierung. Am Tetrader führte unser Weg noch vorbei, wenn auch anders als geplant. Nach einer kurzen Absprache beschlossen wir nun die Tour nicht wie geplant fortzusetzen, sondern zurück zum Kanal zu radeln um von dort aus den Landschaftspark zu erreichen. Im und um den Landschaftspark herum wurde allerdings ein 24 Stunden MTB Rennen veranstaltet, deshalb war der Landschaftspark gesperrt (das Rennen wurde allerdings irgendwann in der Nacht wegen Starkregen abgebrochen, die Strecke war nicht mehr zu befahren). Wir nutzen die Gelegenheit, den Fahren ein wenig zuzuschauen

schneller wie wir waren sie schon … aber sie haben nicht soooo viel gesehen wie wir

und verzehrten dabei unseren letzten Proviant, bevor wir uns zum Rhein durchschlugen. Hier trennten sich unsere Wege …

Eine der schönsten Touren in diesem Jahr, ich werde die Emscherinsel, Zollverein und den Nordsternpark sicherlich nochmals besuchen.

Bilanz an diesem Tag für mich:

119 Kilometer gefahren, nasse Füße bekommen und viel Spaß gehabt

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Juli 2010

Erstellt von Momomuck am Mittwoch 25. August 2010

Der Wetter Bericht aus der Zeitung – Am Nachmittag und am Abend trocken
Der Wetter Bericht im Radio – Leichte Bewölkung, schwacher Wind aus West
Der Wetter Bericht aus dem Internet – Leicht bewölkt, sonnige Abschnitte
Blick aus dem Fenster – dunkle, schwere Regenwolken ziehen vom Rhein auf.

Meine Frau sagt, es wird nicht regnen

Warum bin ich aber bis auf die Haut nass geworden, wenn es kein Regen war?

Hier die Juli Statistik:

Wert Juli 2008 Juli 2009 Juli 2010
Gesamt Kilometer 698 683 1006
Streckenlänge Durchschnitt 38,8 56,9 47,9
Geschwindigkeit Durchschnitt 18,8 18,5 19,2 *
Höchster Durchschnitt 20,0 20,6 21,9
Gesamt bis Ende Juli 1124 4500 4806

* bereinigter Schnitt 20,2

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Berge so hoch, Täler so weit …

Erstellt von admin am Dienstag 3. August 2010

… nun, das gibt es bei uns am Niederrhein leider nicht. Was aber tun, wenn der Blick in die Ferne schweifen soll …

Es war wieder einer dieser Samstage, an denen ich Zeit hatte, aber nicht so recht wusste, wo ich mit dem Rad hinfahren könnte. Alle Wege schon eintausend mal gefahren, alle Sehenswürdigkeiten schon eintausend mal besucht. Da war aber noch etwas, tief in meinem Innersten, das an meinem Ego nagte … bin ich doch am Anfang des Jahres an der Halde Hoheward gescheitert, so hatte ich mir doch vorgenommen einige der Halden im Ruhrpott mit dem Rad, radelnderweise, zu erklimmen.

Nachdem ich in diesem Jahr bereits die Halde Rheinpreussen (die mit der Grubenlampe, dem Geleucht) besucht hatte, sollte die Tour zur Bergarena auf der Halde Haniel führen.

Durch den Möllener Wald und durch Dinslaken gelangte ich auf bekannten Wegen schnell an den Rotbach, dem ich Richtung Grafenmühle folgte. Ganz in Gedanken versunken, die Stille im Wald genießend wurde ich abrupt durch einen Mountainbiker gestört, der mich grüßte und dann zügig von dannen zog. Mein Jagdinstinkt wurde geweckt … da ich aus den Erfahrungen der letzten Wochen wusste, das ich mittlerweile auch recht zügig unterwegs sein kann, wollte ich wissen, wie gut es heute geht. Mit 27 km/h ging es nun durch den Wald … über Stock und Stein, Wurzeln und Bodenwellen, Schotter, Kies, mal rauf, mal runter. Mein Bauch sagte mir weiter so, das macht Spass – mein Kopf sagte mir, sei vernünftig, Du willst noch auf die Halde rauf … also hörte ich mit dem Spaß auf.

Grafenmühle war nun der richtige Ort für eine kleine Stärkung, bevor ich mich auf die letzten Kilometer zur Halde begab. Die Ausschilderung führte durch einen kleinen Wald, der mir bekannt vorkam. Am Fuße der Halde habe ich mich kurz verfahren und erkannte, das ich hier schon einmal vor langer Zeit entlang gefahren bin. Der Weg zu Halde hinauf war als RFT ausgeschildert, der Weg selber in recht gutem Zustand – feiner Split, ein wenig Geröll und ein paar Ausschwemmungen.

Ich werde nun nicht die Worte wiederholen, die mir auf dem Weg nach oben geholfen habe die Qualen zu überstehen. Jedes mal, wenn ich glaubte ich hätte es endlich geschafft tat sich die nächste Steigung auf. Nachdem ich die Baumgrenze überschritten hatte wurde es richtig gemein – jederzeit konnte ich den Gipfel sehen … und trotz der Qälerei kam er nur sehr, sehr langsam näher – aber er kam näher! Ein weiterer Radler, der mich zuvor überholt hatte war nun wieder in Reichweite. Ich schloß zu ihm auf, gemeinsam keuchten wir die letzten Höhenmeter hinauf. Es ist ein Trost zu wissen, das andere Radler ebenfalls nach Luft schnappten als sie oben ankamen.

Die Anstrengung wurde durch eine schöne Fernsicht und eine wundervolle Abfahrt (asphaltierte Straße)belohnt. Wenn ich mich nicht irre, dann ist Haniel mit 189,4 Metern die höchste befahrbare Halde im Pott.

Der Weg führte mich nun über einen wunderschönen Radweg (gerne wäre ich den noch weiter gefahren) zurück zur Zivilisation. Durch Oberhausen kämpfte ich mich in Richtung HOAG vorwärts um anschließend auf neuen Pfaden durch Walsum den Weg nach Hause anzutreten.

Es macht glücklich Erfolge zu haben, es macht süchtig Erfolge zu haben – Riders High
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Radeln (Stilleben) auf der A40

Erstellt von admin am Donnerstag 29. Juli 2010

Irgendwie konnte wir uns alle nicht einigen,wo wir fahren, wie lange wir fahren und wo wir uns treffen. Daher fuhren meine Frau und ich mit dem Auto zum Landschaftspark Duisburg Nord um von dort aus mit den Rädern zu starten. Gemütlich ging es von hier aus über schöne Radwege Richtung Mülheim. Wenn wir auch einige kleine Umwege fahren mussten, weil die Sturmschäden in den Wäldern noch nicht beseitigt waren, fanden wir dank GPS den Weg zur Ruhr.

Es gibt Zufälle, die sind kaum zu glauben … gerade als wir zur Ruhr abbiegen wollten treffen wir Paule, schnell waren wir uns einig gemeinsam zu radeln. In Mülheim begaben wir uns wie geplant auf die A40 mit dem Ziel Duisburg Häfen. Es machte Spaß, gemütlich über die A40 zu cruisen, den Blick über das Stilleben auf der anderen Seite zu werfen, hin und wieder von Musik unterhalten zu werden und zu schauen, zu schauen und zu schauen.

Start

Pause

Stau bei Kaiserberg

Einzig der Stau am Kreuz Kaiserberg hat das Vergnügen ein klein wenig getrübt. Von Duisburg Häfen hat uns Paule noch zurück zum Landschaftspark begleitet, unterbrochen von einer netten, unterhaltsamen Pause.

So ist ein Teil des Juli vergangen und hat bleibende Erinnerungen an schöne Radtouren hinterlassen. So kann es weiter gehen.

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